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Stell Dir vor, Du möchtest eine neue Kamera kaufen, eine Reise buchen oder Dir ein Hochzeitskleid aussuchen. Dann wirst Du Dich mit Sicherheit schlaumachen, ein paar Deiner Freunde befragen, vielleicht online einige Tests, Bewertungen und Erfahrungsberichte lesen – und Dich erst dann entscheiden. Es mag nüchtern und wenig glamourös klingen, aber Produktwissen ist für ein positives Einkaufserlebnis genauso wichtig wie Intuition. Auch beim Schmuck. Wenn Du also im Detail verstehen möchtest, weshalb nicht alles (dasselbe) Gold ist, was glänzt, und wieso es große qualitative Unterschiede gibt, dann nimm Dir doch kurz Zeit, an dieser Stelle weiterzulesen.

Es ist uns vollkommen klar, dass Du Schmuck auswählst, der Dir gefällt, der zu Dir, Deinem individuellen Stil und Deinem persönlichen Budget passt. Und doch: Wir sind uns sicher, dass Du wissen möchtest, wofür Du nun eigentlich Dein Geld ausgibst. Schmuck wirst Du nämlich mit großer Wahrscheinlichkeit sehr viel länger besitzen, benutzen und tragen als jedes technische Gerät oder Kleidungsstück. Zeit, Dich mit den Basics vertraut zu machen.

In seiner natürlichen Gestalt ist Gold glänzend gelb. Es kann durch Beimischung weiterer (Edel)metalle in seinem Look and Feel verändert werden. Dann spricht man von einer Legierung. Klassische Goldlegierungen bestehen aus Gold, Silber und Kupfer. Es liegt einerseits daran, dass diese drei Metalle auch in der Natur miteinander vorkommen, andererseits daran, dass es bis ins 19. Jahrhundert in Europa verboten war, Gold mit anderen Metallen als mit Kupfer oder Silber zu mischen. Mittlerweile ist es jedoch üblich, auch das helle Palladium statt Silber zum Legieren zu verwenden, was sehr viel kostspieliger aber auch hochwertiger ist. Das Farbspektrum von unterschiedlichen Legierungen – je nachdem, wie hoch der Anteil des jeweiligen Metalls ist – kann variieren wie ein bunter Regenbogen. Die gängigsten Goldfarben und zugleich diejenigen, die für unseren Schmuck zum Einsatz kommen, sind Gelbgold, Roségold (auch Rotgold genannt) mit einem höheren Kupferanteil und Weißgold. Letzteres entsteht durch die Beimischung von Palladium, Silber oder früher auch sehr häufig Nickel, was heute streng reguliert wird, da es oft Allergien hervorrufen kann. Aus diesem Grund nutzen wir ausschließlich Palladium für unser Weißgold, das sehr viel edler ist als Nickel und Silber. Darüber hinaus kommt für unser Weißgold Rhodium als Überzug zum Einsatz. Das Platin-Nebenmetall schenkt dem Schmuckstück einen silbrig-weißen Glanz und schützt das Material vor Kratzern.

Doch ganz egal, für welche Legierung Du Dich am Ende entscheiden wirst, für alle drei gilt: Wir verwenden ausschließlich ethisch und umwelttechnisch einwandfrei gewonnenes
Flussgold aus dem Rhein und der Elbe. Alle weiteren Metalle wie Kupfer, Palladium und Rhodium, die unsere Legierungen härter, widerstandsfähiger und in ihren Farben strahlender machen, sind ausschließlich recycelte Rohstoffe.

Jetzt fehlt Dir nur noch diese letzte Information: Je höher der Bestandteil eines unedlen Metalls, desto weniger beständig wird die Legierung. Aus diesem Grund wirst Du bei uns ausschließlich 18 Karat-Legierungen finden, die Dir garantieren, dass Dein Schmuckstück immer schön glänzen, sich in der Farbe nicht verändern und auch niemals spröde werden wird. Was sich hinter dieser Zahl verbirgt? Die Reinheit von Gold wird historisch in Karat angegeben. 24 Karat entsprechen purem Gold, auch Feingold genannt, das für die Fertigung von Schmuck in der Regel ungeeignet ist, da es recht weich und leicht verformbar ist. Diese Maßeinheit ist nach wie vor weltweit verbreitet. Einige Länder, darunter auch Deutschland, haben auf die sogenannte Promille-Angabe umgestellt, die bereits seit Ende des 17. Jahrhunderts gesetzlich in jedes Schmuckstück punziert werden muss. So bedeutet der Stempel 750, dass das Metall von 1000 Gewichtsanteilen 750 Anteile reines Gold und 250 Anteile andere Metalle enthält, was 18 Karat entspricht. Der Stempel 585 entspricht 14 Karat und so weiter (siehe Tabelle unten). Als Faustregel kannst Du Dir also ganz unabhängig von der Maßeinheit merken: Wie fast immer im Leben ist weniger tatsächlich weniger und je kleiner die Zahl, desto unedler das Material.

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"Wahrer Luxus kann nur dann entstehen,
wenn jeder, der damit in Berührung kommt,
das Bestmögliche davon hat“

Guya Merkle

"True luxury is feeling good about your choices"
"Die Leute sagen oft, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt. Und ich sage, das befreiende an der Schönheit ist, wenn Du realisiert,
dass Du der Betrachter bist"

Selma Hayek

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